Jon Anderson and I

Endlich!

Jon Andersons „Animation“-Album von 1982 – ENDLICH! ENDLICH! – auf CD in ansprechender Klangqualität.

Quasi zum 40jährigen Jubiläum!

Warum das einen Post wert ist?

Weil das ein ganz GROSSES Album ist, das unter sämtlichen Radaren durchsegelte, somit niemandem auffiel und vermutlich deshalb von Jon selbst für einen Voll-Flopp gehalten wurde, dessen Aufbereitung nicht lohnt.

Aber das ist Unsinn!

Man muss 3 Soloalben von Jon Anderson haben, wenn man Yes-Fan ist oder war. Und „Animation“ ist eines davon!

Welche die andern beiden sind, wird im Folgenden hergeleitet.

Opa erzählt wiedermal vom „Galdn Griech“:

September 1975 stand ich 15jährig auf dem Schulhof meiner EOS. In der Ehemaligen wechselte man nach der 8. Klasse zum Gymnasium, das damals EOS hieß. Man war also 9.Klässler und Spund unter lauter älteren Jahrgängen. Jede 9.Klasse hatte eine 11. als Patenklasse zugeteilt bekommen, die erst mal zur Begrüßung eine Klassenfest-Disco ausrichtete. Musik kam von den Bändern der „Großen“ (11er)und von den Kassetten der „Kleinen“(9er). So fand sich, wer glaubte, Ahnung zu haben.

Von nun an stand ich also alle Hofpausen mit 2 oder 3 Klassenkameraden umgeben von eben solchen 11ern und die bedonnerten uns „Wänste“ mit lauter musikalischem „Neuland“:

„Genesis müsster hörn! Das is klassische Kirchenmugge in Rock! Nach 10 Minuten Sound fängste an zu schweben!“

„Yes fetzen am meisten! Da hörste alles off ehmal! Erscht klingse wie CrosbyStillsNäschnjang, dann krachts wie bei Pörpel und dann volle Orchlwand – wiiii-u-wiii (=lautmalerische Toccata-Andeutung) und dann die Stimme vom Ändersnn ey! Himmlisch!“

„Ach quatsch. Uriah Heep müsster- “

„Mache dich weg, du jehörst nich zu uns! Uriah Heep! Das sinde Buhdys of englisch!“

Gelächter.

Merke: Hier wurdest du mit Niveau fertig gemacht! Das war neu. An der POS hatten die körperlich starken Deppen das sagen. Fein, nun den anderen Weg kennenzulernen. Diese genüssliche Watsche „von oben“.

„Menschen mit Niveau hören Genesis und Yes. Pörpel und Heep sin‘ ehm was für‘s Volk, wenn ses ma härter als ABBA brauchen.“

Wir 9er waren noch im Glam- und Oldies-Stadium. Fühlten uns schon als Kenner, weil wir „Fire!“ von Arthur Brown kannten und zwei oder drei Hendrix-Nummern. Unsere Kassetten waren sonst mit üblichem Hitparadenkram gefüllt. BachmannTurnerOverdrive knallen auf Rubettes und Kenny. Sweet und Slade nicht zu knapp; bissel Gary Glitter und T.Rex … nichts womit man 11er hätte beeindrucken können.

Als wir unter uns waren, werteten wir aus:

Kennst du was von Yes? Oder Genesis?

Natürlich nicht. Niemand. Woher auch? Jethro Tull – als einzige von diesen großen Namen unter den Prog-Bands – hatten jede Menge Airplay. Genesis und Yes kein bisschen.

Also dauerte es und dauerte. Vom September’75 bis in den Dezember‘75. Mit 15 ist das eine Zeitspanne von nahezu hundert Jahren!

Dann endlich hatte Christian einen Spender aufgetan, der ihn zwei Yes-LPs aufnehmen ließ. „Yes-Album“ und „Fragil“. Ich bekam dann die Kopie der Kopie, dumpf und am Kassettenende einfach mitten im Stück umgedreht, also wertvolle 10 Takte Verlust; Minimum! Das war noch kein genussvolles Großereignis; zumal der Sound uns Glamrock-Simplexe echt überforderte. Mann! War das ein Durcheinander auf den ersten Hör! Und dann diese Stimme! Das ist der große Ändersnnn?

Nach all dem Geschwärme auf dem Schulhof hatte ich irgendwen mit Eiern erwartet: Einen Noddy Holder vor großer Orgelwand! So ungefähr! Nun bekam ich hier einen – tja, was ist das? Eunuchen?

Es brauchte zwei-drei Anläufe: Allein. Halbdunkle Mansarde. Der ausrangierte Servierwagen mit dem Recorder steht vor dem Bücherschrank. Obendrauf ein Holzkastenradio Marke „Stassfurt“. Ebenholz und Mono. Fernseh-Litze in die Ausgangsbuchse des Recorders und in die Eingangsbuchse des Radios „präzisiert“ – und nach ein paar Anfangs-Fitschlern und Kraxlern kam der dumpfe Kassetten-Sound über den großen Radiolautsprecher drei Nummern bulliger. Und dann dreht man an dem fossilen Unikum den Klangregler voll auf Höhen – und siehe! Das Dumpfe schwindet, die Bulligkeit bleibt. Der Sound gewinnt!

Draußen Abenddämmerung. Drinnen kein Licht an. Melancholiaaaa – sozusagen. Nur das magische Auge des Radios leuchtet. Davor ich mit Blick auf alle meine Funde im Bücherschrank. Das meiste damals schon – alt; also WERTVOLL! Und chic ehrwürdig ramponiert. Mancher Wälzer mochte einiges mitgemacht haben in zwei Weltkriegen! Die sprachen eh zu mir. Und mit diesem Sound von obendrüber nun erst recht:

„Sharp! Distance! All around me hee! We’re lost in the Cityyyyy!“

Plötzlich passte alles zusammen: Der Sound, der Anblick, die Dämmerung. Klein war das Zimmerchen: Bücherschrank und Liege, die abends Bett wurde. Servierwagen. Aus.

Nun aber war das ein Dom! Draußen am Horizont sah man den anderen, den echten alten; aber hier dröhnte die Kirchenmusik einer NEUEN GENERATION.

Vater stand schon in der Tür: „LEISER!“

Aber zu spät. Die Initialdröhnung hatte bereits ausgereicht. Yes-Abhängigkeit lebenslänglich!

anders7Auch wenn man sich das leiser gab: Das war wie ein nächtlicher Gang durchs Buchholz mit Feenbegegnung und/oder-begleitung einer ebensolchen!

Dachte ich. Damals. Später stieß ich auf das Zitat von Steve Hackett(Genesis): „Frauen mögen keinen Prog. Vermutlich zuviele Noten.“ Ja, leider.

Zum Gemeinschaftsgenuss von Yes-Musik braucht es einen Herrenabend.

Während der EOS-Jahre gelang nur noch die Erbeutung der „Tormato“. Für anderthalb Stunden!

Schnell aufnehmen! Diesmal direkt von Platte – und von MEINEM Plattenspieler, der keine Nähmaschine war. Die Bandkopie klang hinterher astrein und drei Texte von der Innenhülle hatte ich mir auch noch abgeschrieben.

Jon Anderson war nun wirklich ein Himmelsbote: Circus of heaven! Release, release!

1982 hörte ich „I’ll find my way home“ im Radio. Der Song kickte sofort und ganz tief, wie man so sagt, weil er zweierlei verknüpfte. Zwar kam er zu spät als Heimkehr- und Befreiungshymne von der „Fahne-Pein“; meine Asche-Zeit war ende April’81 zuende; aber noch schlief ich schlecht, wenn mir da der Spieß im Traum erschien und grinsend fragte, warum ich ihn nicht erschossen habe. Manchmal pfiff noch eine Lok unten im Saaletal den Berg hinauf in meine Mansarde, und geschah dies nachts, so schrak ich auf und wollte meine VKU-Nächte zählen: Morgen wieder Uniform an? Zurück in die Kaserne? –

Nein! Es war ja ‘82! Irgendwie hatte ich es gepackt. I found my way home! Ohne Schwedt! Mehr geht nicht. Der Song machte stolz!

Und: Ich war verliebt. Wiedereinmal. Aber diesmal schien das was zu werden.  „All Seasons begin with you!“

Und von nun an mit stetiger West-Vinyl-Zufuhr. JETZT ging Leben wirklich los!

Während der Aschezeit, die manch Blödian Ehrendienst nannte, hatte sich mir Sesam aufgetan: Erste Bekanntschaft war mein zukünftiger Plattendealer; zweite Bekanntschaft dann ein Capo mit reichlich Westplattenbesitz. Da letzterer nach der Asche auch in Leipzig studierte, hielt der Kontakt – und so hatte ich seine Bestände bald fast komplett auf Band. (Wir reden hier von ca 30 Alben; von lauter guten Namen, vorwiegend YES und Wings; was für Ostverhältnisse paradiesisch war).

Dass Paul McCartney and the Wings in den 70ern eine neverending Hitkette hatten, ist heute weitgehend vergessen. Ab den 80ern kamen von Olle Paule nur noch Müll-Singles in den Äther, weshalb auch niemandem mehr auffiel, dass auf seinen nun ignorierten LPs eigentlich auch noch manch hörenswertes  schlummerte. Deshalb sei hier kurz erklärt, dass ER als der Haupterbe der Beatles galt und jedes seiner Wings-Alben wie ein Großereignis besprochen wurde, bevor dann einige der jeweiligen Single-Auskopplungen im Äther totgedudelt wurden. Auch damals gab es schon Ölpest der Tonkunst aus den Häusern Abba und BoneyM, Luv, Village People, Sister Sledge usw. Somit galt die Dauerdudelei von „Listen what the man said“, „Let them in“, „Rockshow“ „Silly Lovesongs“ immernoch als gehaltvoll.

Als wir im Sommer‘80 unseren zweiten Kompanieurlaub hatten, besuchte ich jenen Yes- und Wings-Fan zum ersten Mal. Und da saß ich dann in seinem Zimmer im Besuchersessel; mit dem Rücken zum Musikaltar auf dem Bücherschrank, ihm gegenüber und wir fachsimpelten von Musik und vom Elend der NVA. Er hatte die „Wings over America“ aufgelegt; stellt das Cover aufrecht auf das Board über seinem Bett und meinte ganz beiläufig: „Klasse, wa?!“

Zu sehen sind auf der Innenhülle Paul McCartney und seine 70er Jahre Getreuen, in so einem Realo-Comic-Malstil in action on stage.

Ich will nun nicht allzu kindisch jubelnd losschwärmen, also reagiere ich cool abgetrocknet: anders1

„Jo, erinnert an die „Gammapolis“ von Omega. Wenn de die offklapst, kommt das ganz ähnlich.“

„Omega!“ stöhnt er und verleiert die Augen, steht aber auf, sucht in dem Plattenstapel hinter mir im Bücherschrank und reicht mir – die „Olias of Sunhillow“.

Wenn du die kennst, dann weißt du: So ein Coverwunder hat es nicht nochmal gegeben! Ein Mittelding aus Doppelalbumhülle und Zigarettenbilderalbum. Mehrere Seiten zum Blättern; voll und ganz in einem auf Pracht getrimmten Malstil zwischen Comic-Romantic a la „Herr der Ringe“ und Jugenstil bemalt. Mir gingen die Augen über.

Er genoss die Wirkung.

„Die is‘ so geil! Die verborg ich auf KEINEN FALL!“

Er hielt das durch. Ich bekam sie also nie auf Band.

Also hörten wir sie als nächstes, kaum dass eine Plattenseite Wings durch war; komplett – und anschließend bestätigten wir uns beide gegenseitig, dass das was ganz Großartiges ist.

Die Wirkung hielt nicht vor. Als ich sie in den 90ern wiederhörte, war ich verblüfft, wie sehr die Wirkung von 1980 dahin war. Stünde ich heute vor dem Olias-Vinyl würde ich es wegen der Hülle kaufen, falls der Preis stimmt. Die Platte, müsste gar nicht drin sein; sie klingt inzwischen nach Hausfrauen-New-Age. Pling-Plong, dshingelingeling mit Anderson-Gebetsfetzen mittenmang.

„Olias of Sunhillow“ ist also keine von den drei Unentbehrlichen.

Auch „Song of seven“, die Soloplatte danach, nicht. Musikalisch gefällt die heute noch ganz durchschnittlich, aber sie wird eben überstrahlt, von –

Schlag 1: Natürlich das Weg-nach-hause-finde-Album! „The Friends of Mr.Cairo“; Jon and Vangelis; also eigentlich ein Album von zwei federführenden Leuten; kein reines Soloalbum mithin, aber in der künstlerischen Handschrift ganz ähnlich den zwei anderen, die da noch kommen sollten.

Ich glaubte ihn gefunden zu haben, den Weg nach Hause. Alles schien1982 bestens zu laufen: Love and Music und ein Studium mit links, weil es keine Herausforderung darstellte, nach all den Fahne-Härten. 1985 würde es zu ende sein und dann Ehe und Berufstätigkeit im Saaletal – das schien gesichert. Da hätte nichts gefehlt! Aber es sollte anders kommen. Erst Niederlausitz, dann Nordpreußen(sozusagen). Wat willste machen?

„Some how, we‘re going somewhere…“

anders2Und so wurde „I’ll find my way home“ wieder zur Sehnsuchtshymne, die sie war – für alle Zeit.

Der Rest des Albums ist dicht im Sound, gut bis sehr gut in den Texten. Naja. „Back to school“ hätt‘ ich nicht gebraucht. Bissel Schwund is‘ eben immer. Der Rest macht’s wett.

Jener Ex-Capo mit den vielen Platten hatte glücklicherweise ein YES-Abo. Sein Vater war bereits berentet und fuhr jedes Jahr mal „rüber“ – und er brachte von dort „die neue von Yes“ mit, oder eben das nächste Soloalbum von einem der Yes-Members, oder eben was von den Wings, oder Peter Gabriel…

So nahm ich ende 1982 bereits die „Friends of Mr. Cairo“ auf – auf Typ 130er Band mit 19er Geschwindigkeit, für die Ewigkeit, wie ich glaubte. Und auf die Rückseite des Bandes kam SIE: Die „Animation“. Die Verlängerung der „Mr.Cairo“! Beide Alben gleichen sich, wie zwei Hälften eines Doppelalbums, das ich hier nun wieder zusammenführte!

anders8 (2)

Schlag 2 ist also sie. Die „Animation“ mit den unverzichtbaren „Boundaries“, die wiederum eine Aktualisierung des irischen Folksongs „O’er“ darstellen. 1982 war Wettrüsten und Friedensbewegung. Da war das eine Top-Idee, diesen Text von Freiheitskampf, Flucht und Vertreibung der Iren durch England zu internationalisieren – als Warnung für neuere Zeiten. Zeitgleich mit „Game without frontiers“ und „Sodom und Gomorrah“ auf der Höhe der Zeit. Na, und wie das 2022 wirkt, so kurz vor dem 3. Weltkrieg, brauch ich nicht zu beschreiben. Die Hüllengestaltung allerdings ist ein Totalausfall. Fürs Auge gibt’s da nichts.

anders3Aber morgens früh im „Morning Dew“ – ZU HAUSE – auf dem Berg am Waldrand stehen, und runter auf die Stadt gucken, und DIESE Sounds im Kopf – – – schöner kann ein Heroinrausch auch nicht sein!

Die „Animation“ wollte ich schon während der Aufholkäufe nach dem Mauerfall gemeinsam mit der „Mr. Cairo“ kaufen. Damals noch auf Vinyl. Vergriffen! Ab 1994 ungefähr auf CD: (Noch)nicht auf CD erhältlich! Wann denn endlich? „Wissmor nich‘!“ Das ging mir mit mehreren meiner Götterplatten so! Ursprünglich hatte ich mir das zu Mauerfallzeiten mal so gedacht: Bissel sparen, dann in einen Platten-/CD-Markt einrücken und: „Einmal YES komplett!“ Und das nächste Mal „Einmal Benson komplett!“ Pustekuchen. Stückwerk. Hier gibt’s mal die und diese, und dort mal jene, aber die „Animation“ blieb so unauffindbar wie die „Feine Leute“ vom Danzer!

Immer, wenn ich seither die „Mr.Cairo“ hörte, war sie zu kurz. Ihr „Hinterteil“ fehlte!

Stell dir vor, du hast nur die halbe „seconds out“ von Genesis! Oder die halbe „innocent age“ vom Fogelberg!

Leiden, leiden, …

Der Ossi kommt im Westen an und muss das tun, was er unfreiwillig „schon immer“ trainiert hat: Waaaaarten! Elend-Elend! Von wegen: Im Westen gibt’s alles!

Im Falle der „Animation“ war nun also besonders langer Atem nötig. 2022!

Nun ist er aus – der long run!

Bliebe der Vollständigkeit halber noch die dritte zu erwähnen:

anders4Schlag 3 ist die „Change we must“; ebenfalls so ein von der Meute negiertes Scheiblein. Aber eben genauso toll wie die andern beiden, obwohl anders: Mit Orchesterhilfe. Sogar mehr Orchester als Begleitband. Aber kein Billigpathos, sondern geradezu Kammermusik für die Gegenwart:

Die Natur retten – Change we must – Erkenntnis anlässlich eines Digital-Detox-Aufenthaltes auf Hawaii. Der ökologisch hochmotivierte Langzeit-Vegetarier genießt tagelang Naturgeräusche und lässt sie anschließend von Geigen und Oboen nachempfinden, während er seine Messages erzählt, ansatzweise singt. „State of Independence“ taucht hier auch wieder auf und passt wunderbar in diesen Kontext der Sehnsucht nach Idyll.

anders6

Statt Bonustracks gibt es hintendran ein Interview, indem er seine Intensionen mit Tonbeispielen noch einmal erklärt.

Alles ist hier im Gleichgewicht: Nix nervt, nix langweilt. Ein Flussss…

„Alles ist im Fließen, alles ist im Geh’n. Sterne rasen auch, wenn wir sie stehen seh’n“(Renft)

Das holt schon so allerhand herauf, wenn du dich darauf einlässt.

„Hab gele(s)en unterm Apfelbaum, und er hing mit Äpfeln voll…“

„This State of Independence will be!“

Glaub ich zwar nicht – aber ich möchte es gerne!

Somehow we going somewhere.

Thank you, Jon.

9 Gedanken zu “Jon Anderson and I

  1. Obwohl man hier früher zum Gymnasium wechselte, wars ähnlich. Zwar ohne ältere Paten, dafür aber durch ältere Brüder und deren Platten. Wir waren noch im Beat und diese Brüder wedelten schnoddrig mit den Platten vor unseren Nasen, die bald zu unseren Musiken geworden sind.
    Auch die Trennung bzw. soziale Unterscheidung zwischen den Hörern diverser Musikstile. Hätte ich so nicht vermutet.
    Da kann man mal sehen.

    Und vor allem: Hier gabs theoretisch zwar alles, aber nicht nicht überall und immer. Tja, wer in BerlinMünchenHamburgKöln wohnte war klar im Vorteil. Und dann brauchte man noch das Geld zum Erwerb der begehrten Tonträger.

    Bis Ende der 1980er Jahre hatte ich außer Yes auch alle Solowerke der jeweils einzelnen Musiker von Yes. Da ist außer von Wakeman und Anderson nichts mehr geblieben. Und auch von diesen beiden lediglich eine kleine Auswahl.
    Meiner Einschätzung nach ist Andersons Begegnung und die Zusammenarbeit mit Vangelis seiner Musik gut bekommen. Sonst wäre es vielleicht im Stil von Olias of Sunhillow geblieben.

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    • Yep. Obwohl der Vangelis auf dem Olias-Cover auch erwähnt wird. Der muss da schon auch mit von der Partie gewesen sein.
      Aber ohne Vangelis geht es bei Anderson ja auch nach 1982 wieder bergab.
      Hab mich mal mit der „Promise Ring“ bekauft.
      Hatte im WOM reingehört und sie genommen, weil ich in „O’ver“ die „Boundaries“ wiedererkannt hatte. Hatte ich wenigstens was von meinem schönen verschollenen Leib-und Magen-Album.
      Dachte ich.
      Aber ich kannte doch auch meine Abneigung gegen allzulangen Eirischfooog.Ich hätte es also wissen müssen:
      Hm. Zuhause nervten die andern Stücke ALLE. Fiddel und Flöt-Nerventöt.
      Also musste die wieder weg.

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      • Wegen der Anderson Vangelis Verbindung: die ging wohl auf Yes zurück. Es könnte sein, dass Vangelis als Tastendrücker im Gespräch war, als Nachfolger von Tony Kaye. Doch dann stieg Rick Wakeman bei Yes ein….

        Ich könnte mal nachschauen. Ich meine aber, dass Vangelis allenfalls als Inspirator in den Credits auftaucht und nicht als mitwirkender Musikant.

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  2. Rick Wakeman hat YES 1974 nach „Tales From Topographic Oceans“ verlassen, als Nachfolger war Vangelis geplant. Es wurde auch geprobt, nur leider konnte Vangelis in GB keine Arbeitserlaubnis bekommen, so scheiterte diese geplante Besetzung. So wurde Patrick Moraz der Nachfolger von Wakeman, zu hören auf dem mutigen Album „Relayer“.
    Aus der Beziehung YES:Vangelis stammt dann auch die Verbindung Jon Anderson > Vangelis.
    Erste Ergebnisse dieser Beziehung sind 1975 auf dem Vangelis-Album „Heaven and Hell“ zu hören.
    Mit Soloalben großer Bands habe ich meistens Probleme, sie haben mit den Stammbands meistens wenig oder nichts zu tun. So gefallen mir nur von Chris Squire „Fish Out Of Water“ und von Rick Wakeman „Six Wifes…“ und „Journey…“, von Jon Anderson nur „Olias Of Sunhillow“.
    Und die Jon + Vangelis „Short Stories“ und „Friends Of…“
    😀

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  3. Hallo,
    hätte ich doch einfach mehr Zeit, könnte ich hier stundenlang über YES Musik schreiben.
    Bin auch Baujahr 1960 und im damaligen „Westen“ mit u.a. dieser Musik sozialisiert worden.
    GENESIS (nur mit Peter Gabriel) > MIKE OLDFIELD > KRAFTWERK > NEU! > und vor allem natürlich YES war die Musik meiner lang vergangenen Jugend.
    Denke ich an YES, denke ich automatisch an „Going For The One“, „Relayer“, „Tales From..“, „Close To The Edge“ und sehr gerne auch „Drama“, das Nicht-YES-Werk „ABWH“ sollte nicht vergessen werden.
    Live habe ich YES 1977, 1984, 1989 (ABWH), 1991, 1996 und 1998 erleben dürfen.
    Diese im Moment aktive, sagen wir mal YES Cover Band um Steve Howe sagt mir überhaupt nicht zu.
    Okay, es geht hier um die JON ANDERSON Solo Scheiben.
    Habe mir gestern mal wieder, verursacht durch dein Posting die ANIMATION angehört und sofort wusste ich wieder warum mir diese dann doch nicht sooo gefällt: er singt mir einfach zu viel.
    Es ist nun einfach das Solo-Album eines Sängers, trotzdem etwas mehr zurückhaltend wäre für mich mehr.
    Es gab damals eine Tournee zur Platte und das ist wirklich richtig gut und macht Spaß es sich anzuhören, tolle Begleitmusiker.
    Trotzdem mag ich die „Olias..“ dann doch lieber.
    Und die 2 ersten Kollaborationen mit Vangelis…
    Es gibt so viel Musik aus dem YES Kosmos und die Musik macht einfach Spaß.
    Kennst du die Zusammenarbeit mit ROINE STOLT (The Flower Kings) „Invention Of Knowledge „?
    Lag nahe, dass die beiden irgendwann zusammen arbeiten mussten

    🙂

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    • Nee, das Roine Stolt / Anderson-Ding kenne ich nicht. Aber die Scheibe Glasshammer mit Anderson als Gast auf 2 Tracks – die war so ein Reinfall: Die hab ich sogar weggeschmissen. Name vergessen, hatte so Berge auf dem Cover und was mit Bergsteigen zu tun.

      Ich bin da im Laufe der Jahre auch immer vorsichtiger geworden. Die „Promise Ring“ war öde; die „the more you know“ war richtig übel. Gottlob bei einem Kumpel gehört. Geld gespart. Usw.
      Solo bleiben da außer den oben gefeierten drei Unverzichtbaren unter „ferner liefen“ als gut noch „Toltec“, „Song of seven“ und -naja, schwach, akzeptabel, muss man nicht wirklich haben- die „Deseo“.
      Die „angel embrace“ kenne ich nicht.

      Die Anderson/Jean Luc Ponty Sachen kenne ich auch nicht richtig. Da hab ich nur so Hörproben angeklickt – und die haben mich halt nicht neugierig auf mehr gemacht.

      Mein Konzertbericht zu Yes hier im Blog ist schon eine Weile her.

      On the Prog Path (12)

      Und übrigens: Warum fotografiere ich gerne Bäume im Überschwemmungsgebiet?
      (Wie mein Erkennungsfoto da oben)
      Yes-Sozialisation.

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