Ukraine’22

Wie wir alle wissen, findet da in der Ukraine ein Krieg statt. Ausgelöst von der Putinregierung in Moskau. Ja. Schlimm. Völkerrechtswidrig.

Kriege haben immer Ursachen. MEHRZAHL! Das lernt man in der Schule.

Und Ursachen unterscheidet man von Anlässen! Die ersteren wirken langwierig und die letzteren sind kurzfristige Knalleffekte. Auch das ist Schulstoff.

Unsere Journalisten müssen alle Schulabbrecher gewesen sein.

Denn plötzlich gibt es nur noch einen einzigen Grund (Ursache und Anlass in Personalunion) und die Dürftigkeit der Argumentation zieht natürlich sofort die Nazikarte.

Verschwunden sind bescheidene Nebensätze aus Leid/t-Artikeln bei ZEIT-/SPIEGEL-/WELT-online der ersten 2 oder 3 Kriegstage in späteren Episteln:

„Wir hätten die Sicherheitsbedenken Moskaus ernster nehmen sollen.“

Aber wozu auch. Russland galt ja nur noch als „Regionalmacht“.

Eigentlich wollte ich mich aus dem Thema ganz heraushalten, aber ich habe soviel Zeug im Netz gelesen, das mich in die Tastatur beißen ließ – und zu Kommentaren verführte.

„Hier schreibe ich. Ich kann nicht anders. Gott helfe mir.“ (Luther; leicht verändert)

Ich will es auch gar nicht lang machen. Denn da gibt es jemanden, der mir die Arbeit abnahm.

Vorgestern hat Oskar Lafontaine seine letzte Rede als Politiker gehalten.

Weit weg im kleinen saarländischen Landtag.

Einen Tag später trat er bei den Linken aus. Typisch für ihn: Mit dem Hintern einzureißen, was er grade schuf. Denn die Medien feiern nun seinen Austritt und seine Linken-Schelte; und übergehen dankbar jene Rede über „Krieg und Frieden“, die es in sich hat.

Man sollte sich diese 24 Minuten Zeit nehmen! DICKE EMPFEHLUNG! Solange diese Rede noch zu finden sein wird. Erst den link anklicken, dann das Video auf der dortigen Seite! Unbedingt das Video anklicken! Nicht mit der Textkurzfassung begnügen! Die Zwischentöne machen es!

https://www.sr.de/sr/sr3/themen/nachrichten/abschied_lafontaine_landtag_100.html

 

Da ist eigentlich alles gesagt. Nur die Ergänzung: Jener Petrow, den er da als unbekannten Helden erwähnt: Das war ein Ernstfall vom Frühsommer 1983.

Ich bemühe mich, von nun an zum Thema zu schweigen.

… und alle pawlowschen Reflexe westdeutscher Prägung toben zu lassen: Stalin will das Ruhrgebiet!

Abwink.

„In 15 Minuten sind die Russen auf dem Kurfürstendamm!“

Buseck da, buseck sonze —

 

 

7 Gedanken zu “Ukraine’22

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