Heyse-Hitlist

Zwischenbilanz nach 5 gelesenen Novellenbänden unterschiedlichster Ausgaben:

Von ca 40 Novellen, die ich nun kenne, sind das die Hits:

Ich habe mal alle 10 mit bissl Rockgeschichte unterlegt, die mir zum jeweiligen Novelleninhalt zu passen schien. The romantc way, you know? Einfach anklicken.

Und: Nein, es ist kein Tippfehler – es gibt zwei 1. Plätze und deshalb keinen zweiten.

 

10 Greatest Hits;

a private best of – (Compiled by Bludgeon)

 

  1. Ein Idealist; 1902

(Sex und Malerei, ein letzter Idealist oder ein prophezeiter Balthus?)

  1. Das Bild der Mutter; 1858

(Heidi Klum und Tom Kaulitz? Emmanuel & Brigitte Macron? Das wäre damals anders ausgegangen.)

  1. Unheilbar; 1862

(Wenn die Welt zu schön ist, um sie zu verlassen… oder „eine schrecklich nette Familie“)

  1. Das Glück von Rothenburg; 1881

(Der Spatz in der Hand oder doch die Taube auf dem Dach? II)

  1. Die Dichterin von Carcassonne; 1880

(Der Spatz in der Hand oder doch die Taube? I, Angelo Branduardi und Stephan Eicher lassen grüßen!)

  1. Im Grafenschloss; 1861

(Der Grobian mit Herz oder „Kein Mut – kein Mädchen“! Wovon künden all die großen leeren Räume?)

dig

  1. Siechentrost; 1883

(Der erste Hippie oder the power of sound)

  1. Der letzte Centaur; 1870

(Wohin mit den Anschauungen von gestern? Ist Neues immer besser?)

  1. Moralische Unmöglichkeiten; 1901

(Adel im Untergang oder „Pack dein Glück mit beiden Händen, forme es, überlass das nicht anderen!“)

  1. Himmlische und irdische Liebe; 1885

(Behind the scenes: Heyses, Storms, Dahns Frauenproblem(e) oder „Das wäre dein Preis gewesen!“)

 

Nicht berücksichtigt: „Gegen den Strom“. Der Vorläufer des „Glasperlenspiels“. Das Werk heb ich mir auf, bis ich weitere Heyse-Romane kenne. Würde ich es heute einbeziehen, hätte ich 3 erste Plätze; zuviel Drängelei ganz vorn.

4 Gedanken zu “Heyse-Hitlist

  1. Von den von Dir genannten Werken habe ich vier gelesen, daneben kenne ich eine andere Novelle (aus der Gartenlaube) und drei weitere Romane. Am interessantesten ist „Kinder der Welt“.

    Ich las gerade den Berlinteil von Heyses Jugenderinnerungen und fand bestätigt, wieviel von seinen persönlichen Erinnerungen in dem dicken Roman ist: Das Haus, in dem der Maler König, wegen seiner Vorliebe für pittoreske Details Zaunkönig genannt, mit seiner Tochter wohnt, ist das Haus am Weidendamm, wo Heyse seine Kindheit verbrachte. Er hatte wie der Held in dem Roman einen schwerkranken Bruder… In seinen Erinnerungen ist noch viel mehr Stoff: Sein Vater heiratete eine zehn Jahre ältere Frau, die zudem – wie die Victoire in Schach von Wuthenow – von Blattern entstellt war (sie verlor sogar ein Auge). Heyse schreibt in seinen Erinnerungen, dass seine Mutter als eins von sechs oder sieben Kindern nicht sooo viel Geld mitbrachte – aber immerhin heiratete eine Schwester oder Cousine von ihr einen Rothschild.

    Übrigens war Fontane im März 1859 in München. Heyse las König Max Fontanes Balladen vor, um ihm eine Stelle als Vorleser zu verschaffen. – Ich weiss jetzt auch, woher Fontanes Ablehnung von Heyse herrührt: Fontane hatte etwas gegen ihn als Halbjuden.

    Gefällt 1 Person

    • Hochinteressant, wenn man sich die Bälle so zuschmeißen kann. Der Altersunterschied „verkehrt rum“ – junger Mann/ältere Frau passt zu „Das Bild der Mutter“. Die ungleichen Schwestern = „Zwei Schwestern“; das les ich gerade. Jaja, ich bleib dran.
      Welche 4e von den 10 kennst du?
      Himml. + ird. Liebe/ Grafenschloss – und nr. 3 und 4 sind?

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  2. Na der Centaur und Gegen den Strom. Das Stück aus der Gartenlaube heißt der Schutzengel.

    Das mit dem Fontane ging mir erst jetzt auf. Ich habe vierzig Jahre Fontane gelesen und lese ihn immer noch; wie viele andere Leute auch. Und ich hab Fontanes abfällige Haltung gegenüber Heyse aus seinen Briefen nicht in Frage gestellt. „Heyse war ein mittelmäßiger Autor, Fontane wird das richtig beurteilen“, dachte ich. Und jetzt (ich habe gerade Auerbach gelesen) fand ich in Fontanes Briefen, wie Fontane Auerbach, dem Autor der „Schwarzwälder Dorfgeschichten“ das Recht absprach, sich als Schwarzwälder zu fühlen!

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  3. Pingback: Heyse, Heyse und kein Ende… | toka-ihto-tales

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