Ich geh einfach raus

John Prine    John Prine     John Prine!

eingedeutscht von Bludgeon

 

Warn neulich Stimmen im Haus

Irgend so‘ne Art von Besuch.

Hab zwar gern Leute um mich

Doch manchmal ist das wirklich ein Fluch.

 

Wenn sie alle so labern

und ich kaum folgen kann

nehm ich die Leine vom Haken

Und zieh Schuhe mir an

 

Ich geh einfach raus

Meine Frau, die bleibt drin

Beschäftigt die Leute

Die kriegt das schon hin.

 

Ja, ich muss einfach raus

Den Hund nehm ich mit

Fasan und Hase, die fliehn

Er rennt ein Stück mit.

 

Und kommt er zurück dann

Mit diesem Glitzern im Blick

Seh ich ihm in die Augen

Und so find auch ich das Glück.

 

Da spricht diese Frau da im Fernsehn

Nen ganzen Club von Kerlen hinter sich

Ich soll sie wählen

Sie tun dann alles für mich

 

Zum Abschluss beschwörn sie

Noch das jüngste Gericht

Ich hör es und lächle

Und wähle sie nicht.

 

Ich muss einfach raus

Geh spazieren am Deich

Da wo mir niemand im Weg steht

Wirds mir wieder leicht.

 

Weg von all dem Getöse

Dass das Hirn mir zerstampft

Sehe Fasan und Hase

Fühl, wie sichs in mir  entkrampft.

 

Früher wars anders

Da war ich immer dabei

Wollte Spurn hinterlassen

Stur, reich wer‘n und frei.

 

Doch die Jahre vergingen

Ich sage dir wies is

Die Freiheit, die kommt nicht

Was bleibt, ist der Beschiss.

 

Bis die Rente heran ist

Dann gibt’s endlich Ruh

der Fasan und der Hase

Die zwinkern mir schon zu.

 

Ich muss einfach raus…

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3 Gedanken zu “Ich geh einfach raus

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